Wenn du uns eine Episode schreiben lässt, entscheidet das Briefing darüber, ob sie nach zwei Menschen klingt, die sich kennen, oder nach zwei Fremden, die Fakten vorlesen. Das macht jede Einstellung.
Das Thema
Sei konkret. Das Thema ist der größte Hebel für die Qualität.
- Schwach: „Remote-Arbeit"
- Stark: „ob Remote-Arbeit Engineering-Teams wirklich produktiver gemacht hat oder die Meetings nur nach Slack verlegt hat"
Nenne die Frage, nicht das Fachgebiet. Eine Frage gibt den Sprechern etwas, worüber sie uneinig sein können; ein Fachgebiet gibt ihnen eine Liste zum Aufsagen.
Formate
| Format | Wer dabei ist | Wie es klingt |
|---|---|---|
| Debatte | Zwei Gegenpositionen | Niemand gibt nach. Sie widersprechen direkt und sind am Ende immer noch uneinig. |
| Interview | Neugieriger Host, ein Experte | Der Host fragt und hakt nach; der Gast trägt die gesamte Substanz. |
| Co-Hosts | Zwei, die beide Bescheid wissen | Sie bauen aufeinander auf — einer bringt einen Punkt, der andere führt ihn weiter. |
| Panel | Ein Moderator, bis zu drei Gäste | Jeder Gast hat einen eigenen Blickwinkel. Der Moderator lenkt und hält die Zeit. |
| Solo | Eine Stimme | Ein Monolog an die Hörerin. Kein Interviewer. |
| Eigenes | Was immer du beschreibst | Keine Formatregeln. Deine Anweisungen sind das ganze Briefing. |
Co-Hosts ist die sichere Wahl, wenn du unsicher bist.
Sprecher
Jeder Sprecher hat einen Namen, eine Rolle, optional Hintergrund und Persönlichkeit — und in Debatte und Panel eine Position, die er vertritt.
Name — wird zum Besetzungsnamen und zum Label im Skript. Halte Namen unterscheidbar und leicht aussprechbar.
Rolle — Host, Co-Host, Experte, Skeptiker, Moderator oder Gast. Entscheidet, wer erklärt und wer fragt.
Hintergrund — „Luftfahrtingenieurin, zwanzig Jahre Flugzeugbau". Hier wird eine Episode konkret: Ein Sprecher mit Hintergrund zitiert daraus.
Vertritt, dass… — die Position, die dieser Sprecher verteidigt. Nur in Debatte und Panel. Gib den beiden Seiten wirklich gegensätzliche Positionen, sonst löst sich die Debatte in Einigkeit auf.
Persönlichkeit — bis zu vier Adjektive. Gib deinen Sprechern unterschiedliche. Zwei „warmherzige, begeisterte" Hosts sind nicht auseinanderzuhalten; einer warmherzig und einer direkt klingen nach zwei Menschen.
Für mich auswählen
Für mich auswählen füllt Namen, Rollen und kontrastierende Persönlichkeiten mit einem Klick.
Hintergrund und Position bleiben bewusst leer. Das sind die beiden Felder, die nur du beantworten kannst, und eine plausibel klingende Erfindung dort würde die ganze Episode unbemerkt in eine Richtung lenken, die du nicht wolltest.
Hitze
Fünf Stufen, von Sachlich bis Konfrontativ. Sie steuert, wie hart die Sprecher widersprechen.
- Sachlich / Entspannt — Meinungsverschiedenheiten werden sanft angesprochen und abgehakt.
- Engagiert — echter Widerspruch, in gutem Glauben ausgetragen. Das wollen die meisten Episoden.
- Hitzig — Sprecher unterbrechen und nennen die Argumentation des anderen offen falsch.
- Konfrontativ — sie fallen sich mitten im Satz ins Wort, werden ungehalten und werfen einander vor, der Frage auszuweichen.
Auf Solo wirkt die Hitze nicht.
Länge
Fünf bis sechzig Minuten. Das ist ein Ziel, kein Versprechen — wir zielen darauf, den Rest kürzt oder ergänzt du im Editor.
Längere Episoden werden in Abschnitte geteilt, die nacheinander geschrieben werden, jeweils mit einer Notiz zum bereits Gesagten. Genau das verhindert, dass sich eine einstündige Episode wiederholt.
Erweitert
- Publikum — Einsteiger, allgemein oder Fachpublikum. Entscheidet, wie viel erklärt und ob Fachjargon definiert wird.
- Register — informativ, lustig, dramatisch oder journalistisch. Wie es klingt, nicht worum es geht.
- Name der Sendung — wird in Intro und Outro verwendet, falls du sie einbaust.
- Aufbau — kalter Einstieg, Intro, Outro, Werbepause, Hörerfrage. Alles optional.
- Lachen und Reaktionen — erlaubt
[laugh],[sigh]und kurze Reaktionen wie „Mhm." - Sonst noch etwas — Freitext und der Notausgang, wenn die Optionen oben nicht reichen. „Sie sollen sich ständig ins Wort fallen. Spielt 1974."
Eine Grenze, die du kennen solltest
Die Sprecher sind fiktive Figuren. Wir schreiben eine Episode über eine reale Person des öffentlichen Lebens und ihre veröffentlichten Positionen, aber kein Skript, das als deren eigene Worte oder als echte Aufnahme oder echtes Interview auftritt.


